nellomag | ausgabe Hello Colour!
29.01.2009 | 23:17

Berlin Fashion Week: LaLa Berlin

Auf dem Weg zur Fashion Week am Bebelplatz lief direkt vor uns eine junge Dame mit dunklem Haar und einem kleinen Mädchen auf dem Arm. Sie wirkte freudig nervös und als sie sich dann umdrehte, erkannten wir sie: Leyla Piedayesh – die Designerin von LaLa Berlin kam etwa zeitgleich mit uns an, zu unserem verspäteten Start in die Berlin Fashion Week.
Und auch der Showbeginn verzögerte sich. Kurz bevor der Laufsteg von seiner Schutzfolie befreit werden sollte, strömten Kamerateams und Fotografen hinein. Irgendwo inmitten der Meute versuchten Boris Becker und seine Lilly zu ihren Plätzen in der Front Row zu gelangen. Das eigentliche Happening – die Show begann mit Leylas Königsdisziplin: Strick. Unten ohne, teilweise mit löchrig bis transparenten Streifen wirkten die Oberteile wie gewohnt alles andere als verstaubt, sondern ziemlich sexy. Wolllust in höhstem Maße also. Obwohl den Models ein paar Pfund sicherlich nicht geschadet hätten, wie Claudio von I heart Berlin, aus berechtigtem Grund feststellte. Der Fokus war auf die Beine gerichtet und die Abendmode glänzte in fließenden Stoffen, mal mit recht zurückhaltendem Einsatz, dann wieder bodenlang. Die Leggins mit Strassapplikationen war einer meiner Favorites, weil mit ihnen um die Beine mit geringem Aufwand ein schwarzes Kleid gleich wunderbar aufgeschickt werden kann. Der schwarze Pulli mit großen, glänzenden Klunkern und die XXL-Jackets erinnerten kurz an die 80er Jahre. Für die Herren gab es dann obendrein noch einen Busenblitzer und somit dürften auch sie bei der Damenkollektion auf ihre Kosten gekommen sein.
Das Ende einer jeden Modenschau gehört natürlich den Designern. Leyla schielte nur kurz um die Ecke – natürlich wieder mit ihrer kleinen Tochter auf dem Arm. Sollte sie ihre Muse sein, dürfen wir uns weiter auf lange Lieblingsstrick-Cardigans und dauerspannende Materialien-Mixe à la Satin trifft Wolle, also à LaLa Berlin freuen!

TXT: Sina Franco

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