Jennifer und ihr Bandkollege Joe nehmen kein Blatt vor den Mund. Gerne möchte man sie als „laut, frech und punkig“ betiteln. Aber mit solchen Attributen können sie sich überraschenderweise nicht wirklich anfreunden.
Die Sängerin Jennifer W. singt „ Mein Rock ist mein Messer. Desto kürzer, desto besser“. In der Modesoziologie sagt man, desto kürzer die Röcke sind, desto besser steht es für die Konjunktur. Erwartet die Band also gute Zeiten? Wir trafen Jennifer Rostock in einem kleinen Backstage-Zimmer, um eine eigene Zukunftsprognose abgeben zu können.
nellomag: Ihr kommt beide aus Zinnowotz, einem eher beschaulichen Örtchen.
Jennifer: Oh, ja! Unsere Heimat hat nur 4500 Einwohner.
nellomag: Seid ihr da aufgefallen?
Joe: Naja, Schwule sind da auf jeden Fall blaue Hunde.
Jennifer: Sagt man das so?
Joe: Ich meine bunte Hunde! Die Leute kannten uns schon. Die wussten wer Jenn und Joe sind. Aber wir hatten da nicht wirklich Fans.
Jennifer: Ja, das war eher so: Die Diva und die Schwuchtel.
nellomag: Habt ihr euch dort trotzdem wohl gefühlt oder dachtet ihr nach dem Abi, nix wie weg hier?
Jennifer: Wir wollten nach dem Abi eh weg. 19 Jahre waren einfach genug. Einige sagen natürlich, hey super, ich will hier bleiben, meine Freunde, meine Familie nicht verlassen und hier arbeiten. Aber uns hat im Prinzip dort nichts gehalten. Und wir wussten, um Musik machen zu können, müssen wir weggehen und deshalb lag es nah nach Berlin zu gehen.
nellomag: Dort wohnt ihr jetzt seid knapp zwei Jahren. Habt ihr euch dort gleich heimisch gefühlt?
Jennifer: Ja, Berlin is super! Berlin ist einfach eine geile Stadt.
Joe: In Berlin kommt man an und fühlt sich sofort wohl. Weil jeder dort gleich seine Szene findet.
nellomag: Ihr kennt euch seit dem Kindergarten, verfolgt den gleichen Traum. Seid ihr beste Freunde?
Jennifer: Ja, wir sind gute Freunde. Ich meine wir kennen uns sehr lang, arbeiten sehr eng zusammen. Wir schreiben die Texte zusammen, wir machen alle Interviews zusammen, teilen uns sogar ein Hotelzimmer.
Natürlich gibt’s wenn man immer zusammen unterwegs ist auch mal Probleme. Aber sind immer schnell gelöst.
nellomag: Wer setzt sich denn bei Uneinigkeiten durch und wie?
Jennifer: Beim Schreiben gibt es keine Uneinigkeiten.
Joe: Dadurch, dass wir uns schon ewig kennen, wissen wir, wie der andere tickt und können das nachvollziehen. Deswegen ist das Songwriting eigentlich der harmonischte Prozess.
Jennifer: Auch, wenn wir sonst mal streiten, dann schreien wir kurz „Schwuchtel“ oder „Schlampe“ und dann ist auch wieder gut.
nellomag: Wir habt ihr den Rest der Band gefunden? Gecastet oder Zufall?
Jennifer: Genau, wir sind total die Casting-Band.
nellomag: Und deine Piercings sind auch fake?
Jennifer: Eigentlich sah ich ganz anders aus. Ich hatte blonde Haare, total die Brüste, die haben sie mir abgenommen. Und auch die Tatoowierungen und Piercings haben sie mir alles auferlegt.
Joe: Und dann noch schnell einen Schwulen.
Jennifer: Ne, im Ernst. Wir haben in Berlin in einem Studio gearbeitet. Dort gab es eine tolle DDR-Küche. Die ganzen Musiker, die in diesem Studio gearbeitet haben, haben dort immer Kaffee getrunken, den ich gekocht habe. Dabei haben wir auch die ganzen Musiker kennen gelernt.
nellomag: Die richtigen Bandmitglieder zu finden ist nicht einfach. Welche Kriterien hattet ihr – musikalischer Art, aber auch zwischenmenschlicher?
Joe: Nein, das ist überhaupt nicht einfach. Wir haben erst im Proberaum geschaut, wie es passt. Und dann sind wir natürlich auch nach dem Proben zusammen weggegangen, um sie kennen zu lernen und um zu wissen, wie die so ticken. Das hat dann zwar lange gedauert, aber dadurch sind wir jetzt auch fünf Leute, die zusammen passen. Auf Tour gibt es nie Stress.
(Elektro setzt sich und isst, Joe und er grinsen sich an und lachen los)
Jennifer: Ja, wenn die beiden die Nacht zuvor gesoffen und wenig geschlafen haben, dann sind die so geil am Kichern. Total witzig. Wir haben größtenteils den gleichen Freundeskreis. Ich wohne auch mit Christian zusammen. Und feiern auch zusammen.
nellomag: Wo geht ihr denn in Berlin weg?
Jennifer: Christoph, wo gehen wir denn da immer hin?
Christoph: Hm…Wir gehen ganz gern in die verdrogten, bis zu den Morgen gehenden Partys. Es gibt ja so Elektro-Raves, die bis 15.00 Uhr gehen. Die gehen dann von Freitag Abend bis Montag.
Jennifer: Ja, total geil! Yes! Weißt du so Partys, wo du reinkommst und alle so „Hi, schön, dass da bist. Ich bin schon seit gestern hier. Aber ich bin noch total fit“.
nellomag: Klingt ungesund…
Jennifer: Ja, aber die beiden feiern gut und gerne auch auf Schwulen-Partys.
Christoph: Meine Masche ist eh folgende: Ich nehme ein Mädchen mit zu einer Schwulen-Party und dann stehst du da…und sie kann gar nicht anders..wenn du verstehst.
nellomag: Ja, verstehe. Aber deine Taktik solltest du vielleicht nicht in Interviews verraten, oder?
Christoph: Ne, mach ich doch gar nicht.
nellomag: In den letzten Wochen hat sich ja bei euch einiges getan. Singles, Album, der 5.Platz, die Tour jetzt…
Joe: Tour? Ne.
Jennifer: Du bist schon in der Jennifer Rostock-Band?
nellomag: Atmet ihr jetzt auf und oder ging es für euer Gefüh doch alles recht schnell?
Joe: Beides!
Jennifer: Man kann nicht sagen, dass alles ziemlich schnell gegangen ist, weil für uns war es so, dass wir schon 1,5 Jahre daran gearbeitet haben. Wir hatten schon immer den Stress, also wir hatten vorher genauso viel zu tun, wie jetzt. Wie zum Beispiel die Songs schreiben, im Proberaum üben, Songs aufnehmen. Aber natürlich ist der Stress anders geworden. Und jetzt hast du natürlich Promotage, wo du Interviews machst. Es ist ein anderes Gefühl, weil sich plötzlich Leute für dich interessieren und Autogramme von dir wollen. Was natürlich total strange ist. Aber es ist nicht auf einen Schlag gekommen. Und jetzt ist es so.
Wie so ne Kurve….(zeigt nach oben verlaufend)
Ach leck mich doch, wie heißt denn diese Kurve? Pfeift schrill.
Joe: kon….kon..
nellomag: Es ging nach oben.
Jennifer: Ja, genau. Es ging nach oben. Schön gesagt.
nellomag: Mit Männern zu arbeiten kann manchmal angenehmer sein. Kein oder zumindest weniger Zickenstress, oder?
Jennifer: Ja, ich finde das auch sehr toll.
nellomag: Andererseits kann gerade das doch auch anstrengend sein?
Jennifer: Nein, echt nicht. Für mich ist das null anstrengend. Im Gegenteil ich genieße es total mit den Jungs anzuhängen.Ich bin ja nicht so das totale Girlie-Girl. Sonst wäre es wahrscheinlich ziemlich anstrengend.
nellomag: Aber gibt es nicht auch Momente, in denen du gern ein Mädel zum Quatschen hättest?
Jennifer: Nein. Um Gottes Willen!
Joe: Da bin ich ja dann da.
Jennifer: Ja, Joe ist ja im Prinzip halb Mädchen. Der reißt das dann alles raus. Und Christopher.
Naja, der ist ja nur ein Viertel Mädchen.
nellomag: Wie seid ihr denn genau? Könnt ihr euch mal gegenseitig beschreiben?
Jennifer: Oh geil! Joe fang doch mal an!
Joe: Also, die Jennifer ist schon ein heißes Schnittchen. Sie hat ne Menge Piercings, ich frag mich immer, wie singt die mit so viel Blech im Mund? (Bild titelte kürzlich so)
Ich habe sie früher gehasst. Ich habe sie einfach gehasst. Fangen wir damit mal an.
Jennifer: Ja, weil er immer ein Streber war und ich war schon immer einen coole Sau.
Joe: Ja, coole Sau, man könnte auch sagen Bitch. Und ich war so der Streber-Typ mit 1,1er Abi. Wir haben uns durch die Musik gefunden, als wir etwa 12 Jahre alte waren. Sie hat gesungen und ich habe Keyboard gespielt.
nellomag: Arials – das war eure erste Band, oder?
Joe: Hä? Woher weißt denn das? Jennifer hast du gehört sie kennt deinen Bandnamen!
Jennifer: Ja krass! Ja genau, mit der Band „Arials“ fing alles an! Und ich habe dann Joe dazu gebracht, dass er sich outet.
Joe: Ja, sie hat es immer gewusst.
Jennifer: Ja, und ich war die zweite, die es dann erfahren hat. Die Zweite (schreit) und nicht die erste!
Joe: Aber du warst der Grund und hast mir den Anstoß gegeben. Ehrlich!
Jennifer: Sowas hast du noch nie gesagt.
nellomag: Ja, da mussten erst wir von nello kommen.
Joe: Ja, da mussten erst die Leute vom nellomag kommen (Schielt auf den nello-Aufkleber, der auf seinem T-shirt klebt)
Jennifer: Ich finds wirklich toll, wie du mich beschrieben hast.
Joe: Nein, ich bin doch noch gar nicht fertig.
Und ich muss sagen, die Jennifer (Pause) die hat (Pause)
Jennifer: Gleich ist das Band leer…ich meine voll.
Joe:…voll den süßen Hund. Ok. Nein. Bei Jennifer braucht man Zeit. Aber, wenn man sie wirklich gut kennt, lernt man sie lieben. Dann ist es eine Persönlichkeit, die man so nicht jeden Tag auf der Strasse trifft. Also, wenn man sie wirklich kennt.
Jennifer: Soooo! Also, der Joe ist total die Emo-Schwuchtel. Und macht nie was mit uns zusammen, sondern geht immer nur auf Schwulen-Partys.
Naja, aber der Joe ist ein richtig toller Mensch. Wegen ihm hab ich angefangen Musik zu machen.
Wenn wir richtig schlechte Laune haben, dann nie zusammen. Wenn ich sage: „Juppie, Juppie“ dann ist er wieder gut drauf. Und er sagt : „Ach, Jennifer“. Und dann bin ich wieder gut drauf. Er ist ein ganz toller Mensch. Ja, Joe leck mich, mein ich ernst.
Joe: Jetzt beschreibt euch mal gegenseitig.
nellomag: Das interessiert leider keinen. Außerdem werde ich doch dafür bezahlt, damit ich die Fragen stelle.
Jennifer: Achso!
nellomag: Es kam ja öfter der Vergleich mit Ideal auf. Viele Bands mögen keine Vergleiche. Wie siehts bei euch aus?
Jennifer: Es ist normal, dass Newcomerbands verglichen werden. Da wird immer erst mal eine Schublade gesucht, in die man jemanden stecken kann, um den Leuten zu sagen, so ungefähr ist das. Aber wir sagen auch immer, wenn man uns live gesehen hat, dann ist das schon was anderes, als Mia oder Wir sind Helden, und Ideal.
Aber es gibt viel schlechtere Vergleiche. Und bis jetzt sind wir zufrieden mit den Vergleichen, die gezogen wurden.
nellomag: Ihr wurdet unter anderem auch schon mit Juli verglichen? Ist das auch ok?
Jennifer: Ne. Das hab ich auch noch nicht gehört.
Joe: Ich hab auch bei Youtube viele Kommentare gelesen, in denen stand. „Die machen total Mia und Nina Hagen nach. Hier die Alte sieht aus wie Nena“. Und ein anderer Kommentar, der mir total gut gefallen hat, war: „Wenn eine Band ständig mit Nina Hagen, Ideal und Mia vergleichen wird, kann sie gar nichts falsch gemacht haben.“
Jennifer: Aber noch mal zu Juli. Das ist auch kein guter Vergleich. Wer diesen Vergleich gemacht hat, der ist auch kein guter Zuhörer oder Kritiker.
Joe: Also von den Vergleichen, die ich bis jetzt gehört habe, kann ich sagen, cool-danke!
nellomag: Was hört ihr privat für Musik?
Jennifer: Wir kommen alle aus total unterschiedlichen Bereichen. Das ist so schwer zu sagen.
(Stöhn, ähhh Joe)
Joe: Wir können jetzt Band nennen. Aber dann werden die Leute sagen, was hat denn das mit eurer Musik zu tun? Aber das macht genau den Mix aus, der unsere Musik ausmacht.
Schlagzeuger ist seit dem Kindesalter Punker, Christopher, mit seiner pinken Jacke ist der Elektro-Fuzzi, Locke kommt aus dem Rock und liebt Queen Jennifer?
Jennifer: Foo Fighters. Ich bin ja so der Foo Fighters-Typ seit 2001, aber geh dann halt eher zu Elektro weg, wie der Christoph.
Joe: Ich komm eher aus dem Songwriting-Bereich, wie Tori Amos und Alanis Morisette. Und seit in Berlin wohne du schwul bin und eben auf Schwulenpartys gehe, muss ich auch Cher und Britney Spears mögen.
„Gimme Gimme..“
Joe: Ne, die neue Single ist viel besser
nellomag: Jetzt werdet ihr oft als rebellisch bezeichnet. Gut, ihr fallt auf und passt nicht in die typische Pop-Schiene. Oder?
Jennifer: Wow! Wir sind total die Rebellen.
Joe: Rotzfrech, kess das sind so die typischen Bezeichnungen, die wir hören.
Jennifer: Das sind total die dämlichen Bezeichnungen!
nellomag: Okay, dann beschreibt euch und eure Musik doch mal selbst!
Jennifer: Ja, wir sind nicht besonders rebellisch.
Joe: Wir sind mehr für als gegen etwas. Ja, genau. Wir sind Rebellen für etwas. Das merken wir uns fürs nächste Interview. (Geben sich High five)
nellomag: Ne, die Frage ist jetzt gestrichen. Die war exklusiv. Okay, dann einigen wir uns doch darauf.
Jennifer: In den Medien bin ich immer die Kesse.
Joe: Und ich der Schwule. Nur dumm, dass meine Oma da noch nicht wusste, dass ich schwul bin.
Jennifer: Ja, das war richtig scheiße.
nellomag: Wie hat denn deine Oma reagiert?
Joe: Naja, wie soll sie schon reagieren, wenn sie erfährt, dass ihr Enkel schwul ist. Aber hey, so ist es eben. So bin ich.
Jennifer: Früher oder später hätte sie es sowieso erfahren.
nellomag: Wie nutzt ihr die Mode, um eure Persönlichkeit zu unterstreichen?
Joe: Dazu muss ich was sagen! Wir waren jetzt zwei Tage in München und wurden fünf Mal angesprochen. Einmal wurde sie gefragt, ob sie nicht die Sängerin von Jennifer Rostock ist und vier Mal, was sie für ein geiles Tattoo auf dem Rücken hat.
Jennifer: Ja, aber es wurde jetzt ja nach der Mode gefragt. Also, ich glaube es immer so, dass man mit seiner Mode die Persönlichkeit unterstreicht. Trotzdem kann ich jetzt bei mir keine Parallelen finden.
Ich bin weder gerne blau. (trägt blaues Top)
nellomag: Sicher?
Jennifer: Naja, ok.
nellomag: Da haben wir es doch.
Jennifer: Also ich bin jetzt keine Emo-Betty, die würden sich wahrscheinlich nicht mal unsere Musik anhören.
nellomag: Naja, ich hab vor der Halle schon einige Emo-angehauchte Mädels gesehen.
Jennifer: Das ist echt krass. Das Problem ist wirklich, dass ich noch nie so eine Musik gehört habe, ich bin überhaupt kein Emo-Girl, geschweige denn Bollo. Ich komme aus dem Rock oder Elektro. Also nicht das es schlecht wäre, aber da steht man da auf der Bühne und die Emo-Girls schreien sich da einen ab. Und man denkt, ok, wir machen alles andere als Emo-Musik. Ich schrei zwar ein bisschen, aber das ist null Emo-Mucke und nichts damit zu tun.
nellomag: Die ganze Emo-Bewegung scheint für Außenstehende sehr schwammig.
Jennifer: Das ist richtig. Ich stehe auf Piercings, lange Haare und wenn das in diesen Emo-Look reinfällt, dann ist das auch ok.
nellomag: Mal schaun, wie lange der Emo-Hype noch anhält.
Joe: Was ich witzig finde (kommt wieder aus dem Klo)
Moment, ich mach mal meine Hose zu.
Die ganzen Casting-Bands, wie Cinemare Bizarre versuchen mit in diesen Hype aufzusteigen. Wobei sie versuchen mit ihrer Mode heraus zu stechen. Die ganzen anderen Bands, die durch ihr Äußeres nicht so hervorstechen, bleiben auf der Strecke.
nellomag: Du knutscht im Video „Kopf oder Zahl“ mit einem Typen herum. Ist das dein Freund?
Jennifer: (Sie grinst und wirkt plötzlich sehr unsicher)
Da möchte ich eigentlich nichts dazu sagen.
Ne, geht jetzt nicht, zu der Zeit hatte ich noch meinen Exfreund, deswegen kann ich dazu nichts sagen.
nellomag: Ihr habt jetzt ganz schön viele Live-Termine vor euch. Bis Oktober.
Joe: Wir freuen uns total. Studio macht Spaß, auch Interviews geben, ehrlich! Aber live spielen macht am meisten Spaß. Wir mögen das total auf der Bühne zustehen und danach mit den Leuten zu feiern.
Dann liegen wir den halben Tag im Bus und deswegen haben wir keine Bauchschmerzen. Hey, dafür sind wir Musiker.
Jennifer: Ja und wir haben uns ja alle lieb.
nellomag: Wie ist die Stimmung vor einem Konzert. Seid ihr aufgeregt?
Jennifer: Nein, wir haben ja schon ein paar gespielt.
Joe: Jetzt gibt es nur noch Vorfreude! Interview: Sina Franco